Maria Theresia Paradis (1759-1824) war die Tochter eines Hofsekretärs der Kaiserin Maria Theresia. Im Alter von vier Jahren erblindete sie, erhielt aber trotzdem Unterricht in Klavier, Gesang und Komposition (u.a. von Antonio Salieri). Sie komponierte mit einer eigens für sie entwickelten Notensetzmaschine, spielte 60 Klavierkonzerte auswendig und unternahm Konzertreisen nach Italien, Frankreich und England. Später gründete sie eine Musikschule für Mädchen.

Die Sicilienne für Violine und Klavier wird hier in der beliebten Bearbeitung Samuel Dushkins gespielt, der als Schüler von Fritz Kreisler dessen Eigenart übernommen hat, Stücke alter Meister in romantisierender Weise zu bearbeiten. Das Original ist eine schlichte Sicilienne für Klavier Solo. Weiters hören wir drei Lieder der Komponistin aus: 12 Lieder auf ihrer Reise in Musik gesetzt, komponiert auf ihrer großen Europa-Reise 1784.