Johanna Kinkel (1810-1858): Als Lehrerstochter Johanna Mockel wurde sie noch von Beethovens Lehrer Franz Anton Ries unterrichtet, leitete einen Gesangsverein und heiratete den Musikalienhändler Matthieux, unter dessen Namen sie erste Kompositionen veröffentlichte. Nach der baldigen Zerrüttung der Ehe und einer unerwiderten Liebe zu Clemens Brentano übersiedelte sie 1836 gegen den Willen ihrer Familie nach Berlin, um weiter Musik zu studieren und wurde Konzertpianistin. Nach langwierigen Scheidungskämpfen war ihre zweite Ehe mit dem Dichter Gottfried Kinkel glücklicher. Ihre Kompositionen wurden von Robert und Clara Schumann und den Geschwistern Mendelssohn mit großer Anerkennung aufgenommen. Sie hinterließ eine Reihe schöner romantischer Lieder, Chormusik, aber auch Singspiele.

Das Lied „An den Mond“ auf einen unter anderem auch von Schubert und Pfitzner vertonten Goethe-Text stammt aus der ersten Berliner Studienzeit.